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HTW Berlin diskutiert die Umsetzung ihrer KI-Strategie in Studium und Lehre

Unter dem Titel „KI in Studium und Lehre: Von Employability zur Umsetzung der KI-Strategie“ kamen Hochschulangehörige zusammen, um die Handlungsfelder des Strategiepapiers „KI in Studium und Lehre an der HTW Berlin“ mit konkreten Ideen und Maßnahmen zu füllen. Im Mittelpunkt stand dabei auch die Frage, wie die Hochschule ihre Studierenden auf eine Arbeitswelt vorbereitet, in der der kompetente Umgang mit KI zunehmend zum beruflichen Alltag gehört.

Die inhaltliche und organisatorische Verantwortung für den Workshop lag bei der Vizepräsidentin für Lehre, Studium und Internationales, Prof. Dr. Birgit Müller, und ihrer Referentin Nika Sobkowiak. Michaela Frana vom Zentrum für Studienberatung und Career Service eröffnete den inhaltlichen Teil mit einem Impulsvortrag zu Employability im Kontext von KI. Kolleginnen und Kollegen des Lehrenden-Service-Centers (LSC) unterstützten die Arbeit an den Tischen als Hosts und begleiteten die Moderation und Dokumentation.

In zwei Diskussionsrunden arbeiteten die Teilnehmenden an fünf Handlungsfeldern der KI-Strategie: KI-Kompetenzen und Employability, Grundlagen und AI Literacy, Lehre und Prüfungen, KI als Unterstützung für Studium und Lehre sowie Infrastruktur, Governance und Kultur. 

Eine zentrale Frage war, was Studierende noch selbstständig lernen und können müssen, wenn KI bereits fertige Lösungen liefert. Die Teilnehmenden betonten, dass Studierende nicht nur Ergebnisse übernehmen, sondern Lösungswege nachvollziehen, KI-Ausgaben kritisch prüfen und eigene Entscheidungen begründen können sollen. Als Ansatz wurde genannt, fachliche KI-Grundlagen und AI Literacy früh im Studium zu verankern – sowohl übergreifend als auch fachspezifisch. Praxisnahe Aufgaben und Projekte könnten dazu beitragen, dass Studierende eigene Erfahrungen sammeln und die erworbenen Kompetenzen anwenden.

Auch die Gestaltung von Prüfungen wurde konkret diskutiert: Aufgaben sollen so weiterentwickelt werden, dass der eigene Beitrag der Studierenden erkennbar bleibt. Dazu könnten sie beispielsweise KI-Ergebnisse reflektieren, ihren Arbeitsprozess dokumentieren und ihre Entscheidungen begründen. Außerdem wurde vorgeschlagen, klarer zwischen Grundlagen- und weiterführenden Kompetenzen zu unterscheiden und festzulegen, welche Fähigkeiten ohne KI-Unterstützung erworben werden müssen. Als mögliche Prüfungsansätze kamen mündliche Prüfungen sowie eine stärkere Gewichtung von Prozess und Begründung zur Sprache. Zugleich wurde darauf hingewiesen, dass mündliche Prüfungen einen hohen Ressourcenaufwand bedeuten können. Auch die Rolle schriftlicher Abschlussarbeiten und des Kolloquiums wurde diskutiert. 

Bei der abschließenden Priorisierung erhielt eine HTW-eigene KI besonders viel Zuspruch als Maßnahme mit großem Mehrwert. Zugleich betonten die Teilnehmenden den Bedarf an Datenschutz, klarer Orientierung zum sinnvollen KI-Einsatz und Qualifizierungsangeboten. Als kurzfristig mögliche Ansätze wurden unter anderem Basis-Trainings, mehr Informationen zu KI-Tools und ein Workshop zum lernförderlichen Einsatz von KI genannt.

Die dokumentierten Ergebnisse bilden eine Grundlage für die nächsten Schritte bei der Umsetzung der KI-Strategie. Sie zeigen sowohl konkrete Ansatzpunkte für Studium und Lehre als auch Fragen, die hochschulweit weiterbearbeitet werden müssen.