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Digitale Power für den Berliner Mittelstand

Digitale Power für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) - einfach, verständlich, umsetzbar: Das ist das Versprechen des Digitalisierungs-Navigators. Und dieses Versprechen hält er: mit Videos, Empfehlungen zu einzelnen Schritten auf dem Weg zur Digitalisierung, einem sorgfältig kuratierten Glossar sowie Tipps zu Softwarelösungen. 2.500 Besucher*innen haben den Navigator aufgerufen, seit er im Oktober 2025 online ging. Es war der vorläufige Höhepunkt im Projekt Digital Plus 3. „Und wir haben noch viel vor“, sagt Prof. Dr.  Jacek Zawisza, der das Projekt leitet. Kooperationspartner ist die Digitalagentur Berlin (DAB), die Förderung kommt von der Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe. 

Ein Tool für alle: der Digitalisierungs-Navigator

Zwölf Top-Themen rund um Digitalisierung haben die Expert*innen identifiziert, von „Teamarbeit und Arbeitsumgebung“ bis zu „Künstlicher Intelligenz“. Grundlage ist ein an der HTW Berlin entwickeltes Reifegradmodell, das in einer früheren Studie mit 100 Berliner Mittelständlern erprobt wurde. Ein kurzes Video führt in den jeweiligen Sachverhalt ein, ehe ein Reifegrad-Check dabei hilft, den eigenen Status zu ermitteln. Dazu passend gibt es Empfehlungen, wie sich diese digitale Reife verbessern ließe, sowie Tipps zu Software-Lösungen, die dabei helfen könnten. Nicht minder nützlich: das Glossar mit über 100 Schlagworten und Freitextsuche. „Gut verständlich und ohne Fachjargon“, sagt Prof. Dr. Zawisza, selbst Experte für Betriebliche Informationssysteme & Digitalisierung, der die Inhalte mit Kolleg*innen konzipiert hat. Denn der Digitalisierungs-Navigator soll vor allem Unternehmen erreichen, die noch am Anfang stehen oder denen es an Personal fehlt, das jenseits des Tagesgeschäfts Zeit für das Thema hat.

Beispiel Tischlereibetrieb

So wie der Tischlerbetrieb Niehaus, dessen Inhaber immer dann Mühe mit Materialbestellungen hatte, wenn die Tochter, die das für gewöhnlich besorgt, im Urlaub war. „Also haben wir alle bisherigen Bestellungen, Daten und sogar die Betriebsanleitungen der Maschinen mit einem Large Language Model verknüpft“, berichtet Prof. Dr. Zawisza. Jetzt könne der Chef die eigene KI befragen, um eine Bestellung auszulösen. Vater und Tochter waren so stolz, dass sie die Einladung von DAB und HTW Berlin annahmen, ihre erfolgreiche Entwicklung auf einer Konferenz bei der Industrie- und Handelskammer zu präsentieren. 

Präsentation auf vielen Veranstaltungen

Es war eine von vielen Veranstaltungen, bei denen das Team den Digitalisierungs-Navigator präsentierte und für Fragen zur Verfügung stand. „420 engagierte Teilnehmer*innen lieferten einmal mehr den Beweis, dass wir ein Schlüsselthema für die Zukunftsfähigkeit der Berliner Wirtschaft bearbeiten“, sagt Prof. Dr. Zawisza. 

Der Navigator wird weiter wachsen

Bis Projektende wird der Navigator weiter wachsen: Geplant sind ein Branchenvergleich, mit dem sich KMU am eigenen Sektor messen können, persönliche Lernpfade und eine Roadmap-Funktion, mit der sich die eigene Digitalisierung als Projekt aufsetzen und Schritt für Schritt verfolgen lässt. „Gleichzeitig haben wir begonnen, das Folgeprojekt von Digital Plus 3 anzubahnen“, verrät der Wissenschaftler. An Ideen dafür mangelt es nicht.

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