Jessica Töpfer
Jessica Töpfer
Jessica Töpfer hat Freude an kreativer Kommunikation. Das war schon so, als sie an der HTW Berlin ihren Bachelor in Betriebswirtschaftslehre machte und danach den Master in Arbeits- und Personalmanagement. Ihr größtes Interesse galt den Themen Marketing und Employer Branding. Da war der Weg nicht weit zur Zielgruppe Studierende und später zur Zielgruppe Studieninteressierte, denen sie sich nach Studienabschluss in verschiedenen Positionen an der Hochschule widmete. Seit März 2026 gehört Jessica Töpfer zum Team Kommunikation, wo sie die Elternzeitvertretung von Hannah Prinzler Weißbrodt übernommen hat. Auf ihrer Agenda: die Lange Nacht der Wissenschaften, Content für die sozialen Medien der HTW und Marketing für alle Studiengänge. Wie sie die drei Aufgaben geschickt kombiniert, erklärt Jessica Töpfer im Interview.
Fangen wir mit der Langen Nacht der Wissenschaften an!
Jessica Töpfer: Gerne, die steht bei mir im Augenblick tatsächlich im Fokus. Wir werden ein schönes Programm auf die Beine stellen. Ich will an dieser Stelle nur wenige Beispiele nennen. Es wird gleich mehrere Beiträge zu Künstlicher Intelligenz geben, beispielsweise einen Workshop speziell für Senior*innen. Unsere Gäste können Spiele programmieren und Crash-Experimente im Fallturm inszenieren, die von einer High Speed Kamera gefilmt werden. Kinder unter zehn Jahren dürfen ihren „Doktor“ machen, das heißt: sie bekommen Punkte für ihre Aktivitäten auf dem Campus. Außerdem stehen natürlich Vorträge und Infostände auf dem Programm. Ich freue mich sehr auf die Veranstaltung. Für mich ist es eine Premiere in doppelter Hinsicht. Ich habe die Lange Nacht bis dato weder selbst besucht noch organisiert. Doch meine Kollegin Josephine Dreger, die HTW-Eventmanagerin, ist an meiner Seite und sorgt für Kontinuität bei der Organisation.
Zu den sozialen Medien: Was mögen Sie an ihnen?
Die unendlichen Möglichkeiten, die sich durch die Reichweite ergeben. Ich bin selbst kein Digital Nerd, sondern analog aufgewachsen. Die sozialen Medien kamen während meines Studiums auf. Die großen Chancen, die sie für das Arbeitgebermarketing bieten, habe ich postwendend zum Thema sowohl meiner Bachelor- als auch meiner Masterarbeit gemacht. Seitdem jagt ein Feature das nächste. Was sich da tut, verfolge ich sehr genau. Und kann sagen: Man muss nicht auf jeden Zug aufspringen. Wichtiger ist es, zu überlegen, was Sinn macht und was nicht, und welche Ziele man erreichen möchte.
Worauf kommt es Ihrer Erfahrung nach an?
Auf guten Content, der zu Interaktion einlädt. Das heißt: mindestens zu Likes, besser noch zu Kommentaren und weiteren Aktivitäten, beispielsweise zur Beteiligung an einer Umfrage oder dergleichen. Interaktion entscheidet über die Reichweite. Die bloße Anzahl der Follower ist weniger wichtig. Diese Interaktion möchte ich in den nächsten Monaten stärken, und zwar auf allen Kanälen, die wir als Hochschule bespielen. Das sind LinkedIn, Instagram und damit verknüpft Facebook, außerdem natürlich YouTube, wo sich sämtliche Videos befinden.
Mein persönlicher Favorit ist Instagram, weil dieser Kanal die meisten Möglichkeiten bietet und auch individueller ausgestaltet werden kann, u.a. mit den Stories. Ein wenig mehr Bewegtbild würde sicher gut bei unseren Zielgruppen ankommen. Aber das müssen authentische Videos sein und keine Hochglanzprodukte.
TikTok beobachten wir derzeit, produzieren aber keinen eigenen Content. Um Erfolg zu haben, müssten wir meines Erachtens Studierende ins Boot holen. Denn dieser Kanal ist noch schnelllebiger als alle anderen, die Aufmerksamkeitsspanne noch kürzer und der Algorithmus noch härter.
Last but not least: das Studiengangmarketing.
Eine schöne Aufgabe, weil ich dabei engen Kontakt zu den Studiengangsprecher*innen halten kann. Sie sind wichtige Sparringpartner, um die richtigen Keywords für das Marketing zu finden. Denn wer überlegt, was er studieren möchte, hat ja in der Regel nicht schon den Namen eines Studiengangs im Kopf, vielleicht kennt er nicht einmal die HTW Berlin! Das muss man im Blick haben. Grundsätzlich gilt: Je mehr ich selbst über einen Studiengang weiß, desto leichter kann ich eine passende Kampagne konzipieren, passende Personas entwickeln und so erfolgreich Marketing machen.
Übrigens hat sich auch beim Studiengangmarketing viel getan. Wir verknüpfen Anzeigen auf Google und YouTube immer mit Veranstaltungen bzw. bauen Kampagnen um Events herum. Das bringt deutlich mehr als Interessierte lediglich auf Webseiten zu führen. Ein guter Aufhänger sind auch die Studieninfotage im Juni und Dezember jeden Jahres.
Mit wem würden Sie gerne einen Kaffee trinken?
Mit Taylor Swift – ich bin absoluter Swiftie und bewundere Taylor für ihren Werdegang.




Beeinflusst Künstliche Intelligenz auch Ihren Alltag immer stärker? Wollten Sie schon immer mal einen Gegenstand crashen und mit einer High Speed Kamera verfolgen, was dabei passiert? Und fragen Sie sich manchmal, wie wohl die Ernährung der Zukunft aussehen kann? Dann kommen Sie zur Langen Nacht der Wissenschaften am 6. Juni auf den Campus Wilhelminenhof.
Zwischen 17 und 24 Uhr erwartet Sie ein überaus vielfältiges Programm. Es reicht von Workshops zum Thema Künstliche Intelligenz über Mitmachexperimente im Bereich Fahrzeuganriebe bis hin zu Führungen durch die Windkraftanlage. An Mitmachstationen zum Thema Cybersicherheit finden Sie heraus, wie Sie sich selbst besser vor solchen Angriffen schützen können.
Die Fragen stellte Gisela Hüttinger, Transfer- und Projektkommunikation
Fotos: HTW Berlin/Alexander Rentsch
Berlin, 11. Mai 2026